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MODELLBAHN-GLOSSAR

Fachbegriffe ohne Fachchinesisch.

Über 100 Begriffe für Sammler, Einsteiger und Erben – durchsuchbar und kurz erklärt.

Modelleisenbahngleise
Begriffe aus Technik, Sammlung und Anlagenbau

AC

Wechselstrom; im Modellbahnbereich oft vereinfachend für das Märklin-Mittelleitersystem verwendet.

Achse

Bauteil, das zwei Räder verbindet oder lagert. Bei angetriebenen Achsen wird Kraft auf die Schiene übertragen.

Achsfolge

Systematische Beschreibung der angetriebenen und nicht angetriebenen Achsen einer Lokomotive, etwa 1'C1'.

Analog

Klassische Steuerung, bei der die Fahrspannung im Gleis Geschwindigkeit und Fahrtrichtung beeinflusst.

Anfahr- und Bremsverzögerung

Decoderfunktion, die ein vorbildgerechtes sanftes Beschleunigen und Abbremsen ermöglicht.

Antrieb

Zusammenspiel aus Motor, Getriebe und Kraftübertragung, das eine Lokomotive oder einen Triebwagen bewegt.

Artikelnummer

Vom Hersteller vergebene Kennung eines Modells. Sie ist für Varianten- und Preiszuordnung oft wichtiger als der Modellname.

Baureihe

Gruppe technisch verwandter Vorbildfahrzeuge, beispielsweise BR 01 oder BR 103.

Bettungsgleis

Gleis mit fest angespritzter oder montierter Nachbildung des Schotterbetts.

Betriebsnummer

Individuelle Fahrzeugnummer des Vorbilds. Modelle mit gleicher Artikelnummer können sich durch die Betriebsnummer unterscheiden.

Bogenweiche

Weiche, deren beide Gleiswege gekrümmt verlaufen und die deshalb platzsparend in einen Gleisbogen eingebaut werden kann.

Booster

Zusätzlicher Leistungsverstärker, der einen eigenen Gleisabschnitt einer größeren Digitalanlage versorgt.

BR

Abkürzung für Baureihe, beispielsweise BR 01. Sie beschreibt das Vorbild und ist nicht mit der Hersteller-Artikelnummer gleichzusetzen.

C-Gleis

Märklin-Gleissystem mit Kunststoffbettung und steckbaren Verbindungen; nicht mit dem älteren M- oder K-Gleis verwechseln.

Central Station

Digitale Steuerzentrale von Märklin für Fahrzeuge, Magnetartikel, Rückmeldung und automatisierte Abläufe.

Code (Schienenprofil)

Angabe zur Profilhöhe in Tausendstel Zoll, etwa Code 83. Ein kleinerer Wert bedeutet meist ein niedrigeres Profil.

CV

„Configuration Variable“: Speicherwert eines Digitaldecoders für Adresse, Fahrverhalten oder Funktionen.

DC

Gleichstrom; im Modellbahnbereich häufig als Kurzbezeichnung für Zweileiter-Gleichstromsysteme verwendet.

DCC

Weit verbreitetes, herstellerübergreifendes Digitalformat für Modellbahnen.

Decoder

Elektronik im Fahrzeug oder Zubehör, die digitale Befehle in Fahr- oder Schaltfunktionen umsetzt.

Delta

Frühere vereinfachte Märklin-Digitaltechnik mit begrenzter Adress- und Funktionsauswahl.

Digital

Steuerung, bei der Fahrzeuge individuell adressiert und Funktionen unabhängig geschaltet werden können.

Digitalzentrale

Steuergerät, das digitale Fahr- und Schaltbefehle erzeugt und an Gleis, Decoder und Zubehör überträgt.

Doppelkreuzungsweiche

Kombination aus Kreuzung und Weichen, mit der Fahrzeuge mehrere sich schneidende Fahrwege nutzen können.

Doppeltraktion

Gemeinsame Steuerung zweier Lokomotiven vor demselben Zug.

Drehscheibe

Drehbare Gleisbrücke zum Wenden und Verteilen von Lokomotiven auf mehrere Gleise.

Epoche

Zeitliche Einordnung des Eisenbahnvorbilds, in Europa häufig von Epoche I bis VI.

Entkupplungsgleis

Gleisstück mit beweglicher Vorrichtung, die geeignete Kupplungen an einer festgelegten Stelle trennt.

Fahrstraße

Gespeicherte Kombination mehrerer Weichen- und Signalstellungen für einen Fahrweg.

Fahrgestell

Tragende Konstruktion eines Fahrzeugs, an der Radsätze, Antrieb und Aufbau befestigt sind.

Fahrzeugdecoder

Digitaldecoder in Lokomotive, Triebwagen oder Funktionswagen für Motor, Licht, Sound und weitere Funktionen.

Federpuffer

Beweglich gefederter Puffer am Modell; oft ein Detail höherwertiger Ausführungen.

Finescale

Sammelbegriff für besonders maßstäbliche Gleis-, Rad- und Fahrzeugstandards; konkrete Normen unterscheiden sich.

Formsignal

Mechanisches Signal mit beweglichem Flügel oder Scheibe, im Gegensatz zum Lichtsignal.

Funktionsdecoder

Digitaldecoder für Licht, Kupplung oder andere Funktionen, ohne einen Lokmotor anzusteuern.

Gleisbesetztmelder

Elektronik, die erkennt, ob sich ein Fahrzeug in einem überwachten Gleisabschnitt befindet.

Gleiswendel

Spiralförmige Gleisführung, mit der auf begrenzter Fläche Höhenunterschiede überwunden werden.

Glockenankermotor

Leichter, laufruhiger Elektromotor mit eisenloser Rotorkonstruktion, der häufig in hochwertigen oder umgebauten Modellen eingesetzt wird.

Gehäuse

Äußerer Aufbau eines Modells aus Kunststoff oder Metall. Lackierung, Beschriftung, Brüche und Kratzer beeinflussen den Zustand.

Gleichstrommotor

Elektromotor, dessen Drehrichtung sich durch Umpolen ändert; auch viele digitale Modelle besitzen intern einen Gleichstrommotor.

H0

Nenngröße im Maßstab 1:87; die Regelspurweite im Modell beträgt 16,5 mm.

Haftreifen

Gummiringe auf einzelnen Treibrädern zur Erhöhung der Zugkraft.

Herzstück

Bereich einer Weiche oder Kreuzung, an dem sich die Schienenstränge schneiden.

Hauptsignal

Signal, das die Zugfahrt erlaubt oder verbietet und je nach Signalsystem weitere Fahrbegriffe anzeigen kann.

K-Gleis

Märklin-H0-Gleissystem ohne feste Bettung mit Punktkontakten im Schwellenband; nicht mit C- oder M-Gleis verwechseln.

Kehrschleife

Gleisfigur, in der ein Zug seine Fahrtrichtung umkehrt. Im Zweileitersystem ist eine elektrische Umschaltung nötig.

Kontaktgleis

Gleisabschnitt, der durch ein Fahrzeug einen Schalt- oder Rückmeldekontakt auslöst.

Kulissenführung

Mechanik, die Kupplungen in Kurven führt und auf gerader Strecke einen engeren Wagenabstand ermöglicht.

Kupplung

Verbindung zwischen Fahrzeugen; Bauformen und Kompatibilität unterscheiden sich.

Kurzkupplung

Kupplungssystem für einen kleinen Wagenabstand, meist zusammen mit einer Kulissenführung.

Kurvenradius

Radius eines Gleisbogens. Zu enge Bögen können lange Fahrzeuge, Kupplungen und Zurüstteile einschränken.

Lastregelung

Decoderfunktion, die die Motordrehzahl bei Steigungen oder wechselnder Belastung möglichst konstant hält.

Lichtwechsel

Fahrtrichtungsabhängiges Umschalten der Spitzen- und Schlussbeleuchtung.

Lokadresse

Digitale Kennung, über die eine Lokomotive von der Zentrale angesprochen wird.

LokPilot

Produktbezeichnung für eine verbreitete Familie von Lokdecodern des Herstellers ESU; Version und Schnittstelle müssen zum Modell passen.

M-Gleis

Älteres Märklin-H0-Gleis mit Metallbettung und Mittelleiterkontakten.

Maßstab

Verkleinerungsverhältnis zwischen Vorbild und Modell, beispielsweise 1:87 bei H0 oder 1:160 bei N.

Metallmodell

Modell mit überwiegend metallischem Gehäuse oder Fahrgestell. Das Material allein bestimmt weder Qualität noch Sammlerwert.

mfx

Märklin-Digitalformat, bei dem sich kompatible Decoder an geeigneten Zentralen automatisch anmelden.

Mittelleiter

Zusätzliche Stromzuführung zwischen den Fahrschienen, typisch für Märklin H0.

Modul

Transportabler Anlagenabschnitt mit vereinbarten Übergängen, der mit weiteren Modulen kombiniert werden kann.

Motorola-Format

Älteres Märklin-Digitalprotokoll, das viele Multiprotokollzentralen weiterhin unterstützen.

Multiprotokoll

Fähigkeit einer Zentrale oder eines Decoders, mehrere Digitalformate zu verarbeiten.

NEM

Normen Europäischer Modellbahnen des MOROP, etwa für Schnittstellen, Kupplungsaufnahmen und Radsätze.

NEM-Schacht

Genormte Kupplungsaufnahme am Fahrzeug, in die sich verschiedene passende Kupplungsköpfe einsetzen lassen.

Nenngröße

Größenklasse einer Modellbahn, zum Beispiel H0, N oder 0; mit Maßstab und Spurweite verknüpft.

Neuheit

Vom Hersteller für ein bestimmtes Programmjahr angekündigtes Modell. Ankündigung und tatsächlicher Liefertermin können auseinanderliegen.

Oberleitung

Fahrdrahtsystem für Elektrolokomotiven; funktionsfähig oder nur dekorativ ausgeführt.

OVP

Originalverpackung. Karton, Einlage, Anleitung und Zurüstteile können für Wert und Transport wichtig sein.

Pantograph

Stromabnehmer auf dem Dach einer Elektrolokomotive oder eines elektrischen Triebwagens.

Pufferkondensator

Energiespeicher, der kurze Stromunterbrechungen und damit Licht- oder Tonaussetzer vermindern kann.

Punktkontakt (Puko)

Kleiner Kontaktpunkt in der Gleismitte des Märklin-H0-Mittelleitersystems, von dem der Schleifer Strom aufnimmt.

Radsatz

Einheit aus zwei Rädern und Achse; Maße und Isolierung müssen zum Gleis- und Stromsystem passen.

RailCom

DCC-Erweiterung für die Rückmeldung von Fahrzeugdaten vom Gleis an geeignete Geräte.

Rauchgenerator

Bauteil, das mit geeigneter Rauchflüssigkeit sichtbaren Modell-Dampf erzeugt.

Rückmelder

Baustein, der Zustände wie belegte Gleise oder ausgelöste Kontakte an eine Zentrale überträgt.

Radius

Abstand vom Mittelpunkt eines gedachten Kreises zum Gleisbogen; Hersteller kennzeichnen Standardradien oft mit R1, R2 und weiteren Stufen.

Sammlerwert

Marktbezogene Einschätzung, die unter anderem von Modellvariante, Zustand, Vollständigkeit, Nachfrage und tatsächlich erzielten Verkaufspreisen abhängt.

Schattenbahnhof

Verdeckter Abstellbereich, in dem Züge gespeichert und automatisch ausgetauscht werden können.

Schleifer

Kontakt unter einem Fahrzeug zur Stromaufnahme vom Mittelleiter.

Schlepptender

Eigenständiges, dauerhaft mit einer Dampflokomotive gekuppeltes Fahrzeug für Brennstoff und Wasser.

Schnittstelle

Steckverbindung zwischen Fahrzeug und Decoder, etwa 8-polig, 21MTC oder PluX.

Schotterbett

Unterbau und sichtbare Schotternachbildung eines Gleises; fest am Gleis oder separat gestaltet.

Segmentanlage

Anlage aus trennbaren Teilen, deren Übergänge individuell geplant sind und keiner Modulnorm folgen müssen.

Servo

Kleiner Stellmotor, der Weichen, Signale, Schranken oder Türen langsam bewegen kann.

Sounddecoder

Digitaldecoder mit Lautsprecheransteuerung und gespeicherten Fahr- oder Betriebsgeräuschen.

Sondermodell

Modell für einen besonderen Anlass, Händler, Verein oder eine begrenzte Serie. „Sondermodell“ bedeutet nicht automatisch selten oder wertvoll.

Spurkranz

Seitlicher Rand am Rad, der den Radsatz auf dem Gleis führt.

Spurweite

Abstand zwischen den Schienenköpfen; nicht dasselbe wie Maßstab oder Nenngröße.

Steuerwagen

Nicht selbst angetriebener Wagen mit Führerstand, von dem aus ein geschobener Zug gesteuert wird.

Telex

Märklin-Bezeichnung für fernbedienbare Kupplungssysteme.

Tenderlok

Dampflokomotive, die Wasser und Brennstoff auf dem eigenen Fahrzeug mitführt und keinen separaten Schlepptender benötigt.

Trafo

Transformator zur Stromversorgung und klassischen analogen Fahrsteuerung.

Triebzug

Zusammengehörige Fahrzeugeinheit mit eigenem Antrieb, etwa ICE oder Schienenbus-Garnitur.

Triebwagen

Schienenfahrzeug mit eigenem Antrieb und Platz für Fahrgäste oder Ladung, das allein oder mit weiteren Fahrzeugen verkehren kann.

Überhöhung

Leichtes Anheben der äußeren Schiene in einer Kurve zur vorbildgerechten Fahrzeugneigung.

Umbau

Nachträgliche technische oder optische Veränderung; Qualität und Dokumentation beeinflussen den Sammlerwert.

Verharzung

Gealterte oder verhärtete Schmierstoffe, durch die eine Mechanik schwergängig werden kann.

Vitrine

Geschlossene Präsentationsmöglichkeit; schützt vor Staub, aber nicht vor jeder materialbedingten Alterung.

Weiche

Gleiselement, das Fahrzeuge von einem Gleisweg auf einen anderen führt.

Weichenantrieb

Mechanischer oder elektrischer Antrieb zum Stellen einer Weiche.

Wechselstromumschalter

Bauteil älterer analoger Märklin-Lokomotiven, das nach einem Umschaltimpuls die Fahrtrichtung wechselt.

Zinkpest

Materialschaden an bestimmten Zinkdruckgussteilen, der zu Aufquellen, Rissen oder Zerfall führen kann und nicht zuverlässig reparierbar ist.

Zweileiter

Stromsystem, bei dem beide Fahrschienen unterschiedliche Pole führen; Radsätze müssen je Seite isoliert sein.

Zugkraft

Fähigkeit einer Lok, Fahrzeuge zu ziehen. Gewicht, Motor, Übersetzung, Steigung und Haftreifen wirken zusammen.

Zustandsnote

Zusammenfassende Bewertung des Erhaltungszustands. Sie ist nur sinnvoll, wenn Kriterien und erkennbare Mängel nachvollziehbar beschrieben werden.

Zurüstteile

Separate Kleinteile wie Griffstangen oder Schläuche, die einem Modell beiliegen.